LIVING LANDS

2026

 

 

 

Bauen in der alpinen Topographie von Biberwier bedeutet zuerst: das Unterlassen. Wir haben den Ort nicht besetzt, wir haben ihn freigelegt. Wo einst die Unruhe hunderter Stellplätze herrschte, suchen wir heute nach einer Energie die eine Neue Art von Tourismus fördert.

 

Der Entwurf versteht sich als eine zeichnerische Geste entlang der Loisach. Die dreizehn Körper sind keine Fremdkörper; sie sind tektonische Setzungen, die dem Fließen des Wassers und dem sanften Gefälle des Hanges folgen. Es ist eine Architektur der Zwischenräume. Nicht das Volumen steht im Vordergrund, sondern das Dazwischen – die Sichtachsen, der Rhythmus der Vegetation, das Atmen des Bodens.

 

Die Formgebung ist eine Antwort auf die Urwüchsigkeit der montanen Zone. Wir interpretieren die Einheiten als organische Fragmente, die unter einer schützenden Hülle aus intensiven Gründächern verschwinden. Diese Dächer sind die Fortführung der Bergwiese, eine künstlerische Camouflage, die das Gebäude zur Landschaft werden lässt.

 

Im Inneren herrscht die Reduktion. Das Holz bildet den Rahmen für das Licht. Wir haben keine Häuser gebaut, sondern Observatorien des Rückzugs geschaffen. Es ist der Versuch, durch konstruktive Ehrlichkeit und räumliche Stille eine Symbiose zwischen Handwerk und Natur zu erzwingen – ein gebautes Versprechen an die Beständigkeit des Ortes.

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ART

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